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Der Wettbewerb
Für den Schritt in die Selbständigkeit sind kompetente Beratung und Kapitalgeber oft die ausschlaggebenden Faktoren. Gründer auf ihrem Weg nachhaltig zu begleiten, hat sich der „ideenReich Businessplan Wettbewerb Südostbayern“ für Altötting, Mühldorf a. Inn, Rottal-Inn und Landshut, zum Ziel gesetzt. Der Startschuss zur zweiten Wettbewerbssaison fiel in der ehemaligen Gerner Schlossökonomie in Eggenfelden.
Der Wettbewerb soll Ideenträgern, Gründern und Unternehmern den Weg in eine erfolgreiche Zukunft mit kostenloser Unterstützung ebnen. Neben Informationen können die Teilnehmer das Netzwerk des Wettbewerbes nutzen, in dem sowohl erfahrene Spezialisten als auch Kapitalgeber und erfolgreiche Gründer vertreten sind. Die Projektleitung hat Harald Wagner Existenzgründungsberater an der Hochschule Landshut inne, der Wettbewerb wird in Kooperation mit dem Münchner Businessplan Wettbewerb (MBPW) durchgeführt. Träger in Südostbayern sind die Landkreise Rottal-Inn, Altötting, Mühldorf a. Inn, Landshut und die Stadt Landshut. Kooperationspartner sind neben dem MBPW auch die Handwerkskammern für Niederbayern/Oberpfalz und für München/Oberbayern sowie die zuständigen Industrie- und Handelskammern.
Dabei bildet die enge Zusammenarbeit von fünf kommunalen Partnern aus zwei Bezirken eine Besonderheit, die der wirtschaftlichen Verknüpfungen in der Region Rechnung trägt, wie Landrätin Bruni Mayer als Gastgeberin der Eröffnungsveranstaltung erklärte. Sie forderte dazu auf, sich trotz der wirtschaftlich angespannten Lange sich wieder auf Werte wie Ideenreichtum, Mut und Fleiß zu besinnen. „Natürlich haben wir derzeit eine wirtschaftliche Krise, doch gerade da muss man anpacken und gegensteuern“, so die Landrätin. Sie dankte den Organisatoren von ideenReich, für ihr Engagement bei der Begleitung junger Unternehmer und betonte . „Wettbewerbe wie dieser fördern nicht nur einzelne Unternehmer, sondern letztlich unsere gesamte Wirtschaft“.
Der Wettbewerb fördert und unterstützt Existenzgründer und Unternehmer in der Region, die Teilnehmer erhalten kostenfreie Hilfestellung bei der Erstellung oder Optimierung ihres Geschäftskonzeptes und eines professionellen Businessplans. „Als besonders wertvoll hat sich dabei für die Teilnehmer die Rückmeldung von erfahrenen Coaches erwiesen, durch die man die Chance erhält, sein Geschäftskonzept noch mal zu überdenken und weiter zu entwickeln,“ wie Wagner betont.
In den Crashkursen und Workshops werden Grundlagen vermittelt, wie man beispielsweise von der Idee zum Geschäftskonzept kommt oder wie Businessplan richt erstellt werden- Zusätzlich werden relevante Themen wie Unternehmungsplanung, Finanzierungswege, Rechtsformen, Steuern und auch Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Präsentationstechniken durch renommierte Referenten vermittelt. Zusätzlich gibt es immer Gelegenheit, den Rat von erfahrenen Coaches in Anspruch zu nehmen.
Die Seite eines Kapitalgebers beleuchtete in der Eröffnungsveranstaltung Roman Huber, Geschäftsführer von Bayern Kapital. Er zeigte Möglichkeiten auf, wie man bereits vor oder während der Gründungsphase zu Kapital kommen kann und forderte dazu auf, gerade wenn es um Gründungen gehe, schon im Vorfeld Hilfestellungen in Anspruch zu nehmen. „Denn Fehler, die in der Anfangszeit gemacht würden, haben später oft gravierende Folgen. Auch sei für erfolgreiche Gründungen ein positives und motivierendes Umfeld wichtig, das professionelle Unterstützung bietet. „Ein solches Umfeld bietet ideenReich,“ erklärt Huber.
Der „Münchner Businessplan Wettbewerb MBPW, nach dessen Modell auch der regionale Ableger ideenReich konzipiert wurde, ist in Fachkreisen als erfolgreichster derartiger Wettbewerb weltweit bekannt, wie MBPW-Geschäftsführer Werner Arndt betonte: Dies belegte er mit Zahlen: Mit 530 gegründeten und finanzierte Unternehmen und einer „Überlebensquote“ von 84 Prozent seien 4250 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Von dieser reichhaltigen Erfahrung könnten ideenReich-Teilnehmer profitieren, denn sie können an den anschließenden Angeboten des MBPW partizipieren und so zur Münchner Gründerszene und Kapitalbranche Kontakte knüpfen. Dabei legt Arndt Wert darauf, dass die Erfahrung zeige, dass Gründer in der Region verwurzelt blieben, auch wenn Sie das Angebot des MBPW nutzen.
Die besten Businesspläne werden mit attraktiven Preisen prämiert, die die Gründer bei ihrem Vorhaben zusätzlich unterstützen sollen“, erläuterte Harald Wagner. Es gibt nicht nur Preise in Form von Bargeld, sondern auch wertvolle Gutscheine z.B. mietfreie Unterbringung in Gründerzentren, Coaching, Beratung oder auch Werbung. Dabei bedankte sich Wagner bei den zahlreichen Sponsoren und Unterstützern, ohne die der Wettbewerb nicht durchgeführt werden könnte.
Die Bilanz der ersten ideenReich-Wettbewerbssaison fällt positiv aus: Es wurden 28 Gründungsideen betreut, rund 120 Teilnehmer nahmen an den Crashkursen und Workshops teil. Dabei verteilten sich die Ideen fast gleichmäßig auf alle beteiligten Kreise, rund die Hälfte der Konzepte bezog sich auf neue Dienstleistungen. Für Wagner lautet ein Ziel, wieder viele Teilnehmer für den Wettbewerb zu gewinnen, wichtiger sei es aber, mittelfristig ideenReich als Netzwerk mit kompetenten Ansprechpartnern zu etablieren, eine aktive und nachhaltige Betreuung der Teams sicherstellen und so zur Gründungskultur in der Region beizutragen. Nicht zuletzt wolle man aber auch den Zugang zu Beteiligungskapital schaffen bzw. stärken.
Weitere Informationen und Anmeldung zum Wettbewerb und zu den Veranstaltungen im Web unter www.ideenreich-bpw.de oder direkt bei Projektleiter Harald Wagner, Existenzgründerbüro der Hochschule Landhsut, Tel. 0871/506-762, E-mail info@ideenreich-bpw.de.




